18.03.2026 - 6.1 Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Innenstad...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

 

Die Ausschussvorsitzende führt in die Thematik ein und begrüßt Frau Kristin Just, Geschäftsführerin des Handelsverbandes Nord, recht herzlich.

 

Frau Just bedankt sich für die Einladung und berichtet über ihre Erfahrungen zum Thema „Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Innenstädten“.

Sie informiert, dass die „Dialogreihe Innenstadt“ zum Austausch der Citymanager weiterläuft.

 

Die anstehende Änderung der Verkehrsströme durch den Bau der Umgehungsstraße birgt aus ihrer Sicht sowohl Chancen als auch Risiken. Neben dem LKW- und landwirtschaftlichen Verkehr fahren jetzt auch die Touristen durch Klütz und kommen ggf. wieder. Wenn die Touristen nicht mehr zwangsläufig durch Klütz fahren müssen, dann müssen wir was tun. Eine Umgehungsstraße zerstört per se keine Innenstadt. Es ist gut, dass wir früh mit den Überlegungen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt anfangen. Innenstädte der Zukunft nicht mehr nur durch den Handel und die Gastronomie geprägt, sondern Orte der Kultur, des Aufenthaltes und der Bewegung. Die Risiken und Chancen sind gleich groß. Ein aktives Gegensteuern ist nötig. Ein guter Aufenthaltsort, der die Menschen anzieht, ist wichtig und sie müssen es auch wissen.

Als Eckpunkte nannte Frau Just:

  •           nah an guter Aufenthaltsqualität arbeiten
  •           Straßen und Plätze begrünen
  •           ev. temporäre Möblierung als Experiment
  •           Radabstellflächen
  •           Außengastronomieflächen
  •           aktive Besucherlenkung
  •           eine gute Erreichbarkeit muss gegeben sein
  •           ggf. Kaufhaus Stolz bei der Besucherlenkung mit einbeziehen
  •           Fußgänger und Radfahrer denken
  •           Hauseigentümer und Gewerbetreibende einbeziehen
  •           nichts zu machen reicht auf keinen Fall
  •           eine gute, offenen Kommunikation ist wichtig
  •           regionale Zusammenarbeit mit Boltenhagen
  •           feste runde Tische
  •           zum Erhalt der Apotheke, z. B. ein Ärztehaus sichern

Gute Beispiele seien Altentreptow und die Lange Straße in Parchim.

 

Auf die Frage, wie Klütz die Transformation taktisch angehen sollte und welche Akteure daran mitwirken sollten, rät Frau Just im allerersten Schritt zur Schaffung eines gemeinschaftlichen Leitbildes, was sowohl die Bürger, als auch die Touristen beinhaltet. Wo will Klütz in den kommenden 10 bis 15 Jahren hin? Wie soll das Profil der Innenstadt sein, wobei man dabei nicht unbedingt auf die jetzige Situation schauen sollte? Erst danach sollten Maßnahmen erarbeitet werden, was soll für wen da sein.

 

Das frühzeitige Einbeziehen möglichst vieler Akteure mit einem breitgefächerten Interessenspektrum ist ein wesentlicher Baustein der späteren Akzeptanz.  

Der Bürgermeister empfiehlt:

  •           den Fokus auf die Dinge zu legen, die wir in der Hand haben
  •           mehrere Runden Brainstorming zu organisieren
  •           am Markt ggf. schon Holzdecks mit Grün und Sitzmöglichkeiten aufstellen
  •           bzgl. des Eisladens am Markt wären jetzt schon Fahrradstellplätze und ggf. Spielmöglichkeiten gut und Möglichkeit dort Informationsmöglichkeiten zu platzieren

 

Des Weiteren empfiehlt Frau Just eine externe Beratung/Begleitung zur strategischen Entwicklung von Innenstadtbelebungsideen/-konzepten. Frau Stöckmann als Kommunikatorstelle ist gut.

 

Es erfolgt eine rege Diskussion.

 

Insbesondere die Problematik der bestehenden Eigentumsstruktur in der Innenstadt wird diskutiert. In diesem Kontext gewinnt der Erwerb des „Stadtgarten“-Grundstücks an Bedeutung.

 

Auch die Entwicklung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes, eines ISEK, als strategisches Instrument zur Planung und Steuerung der langfristigen, nachhaltigen Entwicklung der Innenstadt kann eine Handlungshilfe sein. Möglicherweise gibt es dafür auch Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm.

 

Am Ende der heutigen Diskussion bedankt sich die Ausschussvorsitzende bei Frau Just für ihr Kommen und verabschiedet sie.

 

Es wird kein Beschluss gefasst.